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Euer netter Onkel schreibt gerade an einer Geschichte, die er hier zu veröffentlichen gedenkt. In dieser Geschichte sind diverse Filme eingearbeitet. Wer sie alle findet, darf sie behalten. Viel Spaß beim Lesen.

Ein stinknormaler Tag...

...in Hollywood

Teil 1.

Immer wieder dasselbe Theater jeden Morgen. Dieser verdammte Wecker… der scheint unzerstörbar zu sein. Nun denn, raff ich mich eben wieder auf und schleppe mich ins Bad. Was denken sich die Spinner vom Kultusministerium eigentlich, einen so zu schikanieren und morgens um 7 aus dem Bett zu holen? Aber man kann nicht alles haben, sind zum Glück in 2 Wochen Ferien.
Wenigstens auf meine Mutter ist Verlass, stellt mir jeden Morgen Kaffe und Donuts bereit. Ich schnapp mir einen sofort und einen für unterwegs. Auf dem Weg komme ich an der Kirche vorbei und spreche ein schnelles Vaterunser. Aus dem Fenster guckt Pater Merrin wieder finster auf mich, nur weil durch mich seine Kinderpornosammlung aufgeflogen ist. Naja, wenigstens lebt jetzt sein schizophrener Chorknabe Aaron – oder soll ich Roy sagen - wie die Made im Speck.
Ich trotte weiter den Bürgersteig entlang, als ein merkwürdig getunter DeLorean an mir vorbeirauscht und eine Feuerspur hinter sich herzieht. Verdammte Tuner.
Ich frage mich, wo Jacque bleibt. Oder muss der wieder mit seinem Renault rumprollen? Dieser Angeber. Während ich warte kommt Dr. Chillton vorbei und grüßt mich mit seinem linken Arm. Den rechten verlor er, nachdem Dr. Lecter aus seiner Anstalt entkam und Chillton sich auf die Suche nach ihm machte.
Ich warte weiter und …oh, verfluchte Kacke… das hab’ ich ja total verplant… hab’ ich glatt den Aufsatz für Sweeney vergessen, der mich zu diesem komischen „Amerikanische Geschichte X“ Projekt verdonnert hat. Ich renne, so schnell ich kann, um den Aufsatz zu holen. Dabei sehe ich, dass eine Flugzeugturbine in das Nachbarhaus gefallen ist. Donnie, der Sohn der Famile, kommt mir dabei im Schlafanzug entgegen. Ich frage ihn: „Sag mal, was ist denn bei Euch los?“ „Was soll sein?“, entgegnete er, „Ich war mit Frank golfen und hab auch gleich auf dem Golfplatz übernachtet.“ Ich frage mich, wer zur Hölle Frank ist, aber egal. Ich verabschiede mich, da ich es eilig hab und hole den Aufsatz aus meinem Drucker. So, eben noch fix aufs Klo. Ich reiß’ die Tür auf und was sehe ich da? Unsere Haushälterin pinkelt im Stehen! Was seh’ ich da? Sie ist ein Kerl! Ich renne panisch aus dem Haus zum Treffpunkt, wo Jacques schon ungeduldig auf mich wartet. „Ich warte hier schon eine halbe Ewigkeit auf dich!“, meint er zu mir. Was für ein Witzbold.
Wir fahren gemütlich unseres Weges und Jacques erzählt mir von Paris. „Weißt du, wie man einen Quarterpounder in Paris nennt?“ „Ne, woher auch, du blöder Froschfresser?“, frage ich ihn genervt. „Royal mit Käse! Und weißt du, warum das so ist?“ Ich schaue ihn steinern an. „Wegen des metrischen Systems! Die wissen ja nicht mal, was ein Viertelpfünder ist!“ Er lacht, ich nicht. Aus dem Radio schallt „Like a Virgin“ von Madonna, worauf er mich vollfaselt, dass das Lied von großen Schwänzen handelt. Soll ihm recht sein, wir kommen endlich in der Schule an.
Ich schlendere den Flur entlang und schmeiße den Aufsatz in Sweeneys Fach und bewege mich langsam aber sicher in den Unterrichtsraum.
Erste Stunde: Englisch. Das interessanteste Fach für heute. Mr. Keating kommt in den Raum und trägt sein „Carpe Diem“- Batik Shirt und überprüft die Anwesenheit.
„Matt?“, ruft er. Matt ist geistig eher minderbemittelt. Immer, wenn er angesprochen wird fängt er an, ständig seinen Namen zu sagen, so auch jetzt: „Matt Damon! Matt Damon! Matt Damon!“ Sehr toll, aber seine Eltern sind zu stolz, um ihn auf die Sonderschule zu schicken.
„John?“ „John Connor meldet sich zur Stelle, Sir!“, brüllte ich. Keating guckte mich nur ungläubig an und meinte: „Lass das!“ Dabei hat meine Mutter mich auf Militär getrimmt. Der Retter der Menschheit soll ich sein. Passiert.
„Laura?“ Schweigen. „Laura Palmer?“ Schweigen. Er wandte sich zu Donna. „Donna, weißt du, wo Laura steckt?“ Donna weiß auch nichts: „Keine Ahnung, wahrscheinlich hat sie einen schlimmen Kater, haben gestern noch ordentlich einen draufgemacht.“ „Das wird Leland gar nicht freuen, wenn sie wieder einen Tadelzettel bekommt“, sagt Mr. Keating und hakt jeden einzelnen ab, steht auf und beginnt zu erzählen: „Heute lesen wir Shakespeare!“ Es klopft an der Tür. Darauf treten 2 Männer herein, ein schwarzer und ein weißer. Denen geht es wohl auch nicht zu schlecht, bei den Anzügen. „Ich bin Detective Crockett und das ist mein Partner Detective Tubbs. Wir sind von der Drogenfahndung.“ Na klasse, die allmonatliche Drogenrazzia.
Die Cops durchwühlen jede Tasche und werden fündig. Jetzt haben sie Drexl, den Junkie, bei den Eiern. Tubbs packt ihn am Kragen und sagt: „Schau’ mir in die Augen, Kleiner!“
Den Rest der Stunde verbringen wir der Anti-Drogen-Grundsatzdiskussion. Pause.
Ich renne schnell zur Bibliothek und setz’ mich vor den PC, um noch was für Bio rauszusuchen. Vorher aber Emails checken, da ich noch ein FedEx-Paket erwarte. Und da ist auch schon eine Mail und… na toll… das FedEx-Flugzeug ist überm Pazifik abgestürzt, ich wird’ nicht mehr. Ich hoffe, die ersetzen mir die Ware.
Und wieder eine Menge Spam. Spam, wonderful Spam. Was man nicht alles bekommt. Bibel-Spam von Job 3:14. Das kann mir alles gestohlen bleiben. Und weg damit.
Schnell wikipedia zu Rate gezogen, schnell gedruckt und weg. Auf dem Weg treffe ich Tyler und seinen komischen Kumpel. Verdammt, warum sehen die beiden jeden tag eigentlich immer so zusammengeschlagen aus? Das lustige ist ja, dass das Mode zu werden scheint, da hier immer mehr kahlgeschorene, verprügelte Typen durch die Gegend laufen. Sogar Bob, der dicke mit den Weibertitten.
Aus der Aula schallt es laut. Achja, die Schulpräsidenten-Wahlkampfreden. Monty Brogan, lässt sich jedes Jahr aufs Neue aufstellen und immer wieder dieselbe Leier: „Scheiß auf… scheiß auf….“ Sehr einfallslos und sehr vulgär der Kerl, wobei mich das vor 4 Jahren beim ersten Hören sogar überzeugt hat.

 

Teil 2.

 

Ich bewege mich weiter den Flur hinunter und mir kommt Jesus, der Hausmeister, der sich früher an 8-jährigen vergangen hat, mit einem bepinkelten Teppich entgegen. In der Schule ist er nicht allzu beliebt, dafür ist er auf der Bowlingbahn ein Gott.
Es klingelt und ich gehe in den Klassenraum. Jetzt ist erstmal regulärer Geschichtsunterricht angesagt. Mr. Hartman ist bereits in der Klasse und eröffnet die Stunde im typischen Drill-Sergeant-Ton: „Klasse! Aus gegebenem Anlass – unser Thema „der Vietnamkrieg“ – habe ich beschlossen einen alten Veteranen zu uns einzuladen. Begrüßen Sie Captain Willard!“ Cpt. Willard erzählt und erzählt. Das ist so öde, dass ich kurz eingenickt bin. Ich schrecke kurz auf und sehe eine Leiche in einem blutverschmierten Leichensack über den Flur gehen. Ich schreie und werde schnell geweckt. Puh, nur ein Traum. Zur Strafe schmeißt Hartman mich raus. Wenigstens keine Verwarnung. Irgendwie habe ich jetzt ohnehin keine Lust mehr auf Schule.
Also wandere ich in Richtung Ausgang. Unterwegs sehe ich, wie Pink wieder rausgeschmissen wird. Hat wohl wieder Gedichte im Unterricht geschrieben. Irgendwie scheint mir die ganze Familie Floyd so musisch veranlagt zu sein.
Draußen steht schon Taxi vor der Schule. Ich beeile mich, um es zu erwischen. Ist schon irgendwie seltsam, dass die ganze Windschutzscheibe zertrümmert ist… Naja, was soll’s. Ich will gerade einsteigen, als der Taxifahrer mich anmacht: „Verschwinde Junge, hier ist besetzt!“ Ich wundere mich, da niemand in dem Taxi sitzt, als mich plötzlich ein bewaffneter Kerl zur Seite wirft, einsteigt und im Taxi davonfährt. Was ist das nur für ein verdammt komischer Tag heute?
Jedenfalls ist mir das Glück wieder einmal Hold, als mich Dr. Wigand, der gerade gekommen ist, am Rucksack festhält und meint: „Na mein Junge, wir wollen doch wohl nicht schwänzen. Du weißt schon, dass heute um 11:14 das Chemieprojekt ansteht und du mir assistieren wolltest?“ Ich schlucke. „Ich weiß, ich wollte auch gar nicht schwänzen, ich wollte nur…ääh…zur Polizei, weil ich ein abgeschnittenes Ohr im Gras habe liegen sehen!“ „Jaja, und später erzählst du mir, dass schwarze Monolithen dich veranlasst haben, zu schwänzen, oder?“ Mist, der Kerl hat mich durchschaut und ich muss ihn jetzt in die Cafeteria begleiten.
Wir bestellen uns beide Lasagne. Heute schmeckt sie ausgesprochen gut. Ich schlinge sie förmlich hinunter, als mir plötzlich eine orange getigerte Katze auf den Tisch springt, die Lasagne runterschmeißt und sie frisst. Dr. Wigand lacht nur. Ich bin sauer. Wigand meint nur: „ Ich spüre Deinen Zorn! Du musst dich davon befreien!“ Haha, sehr lustig. Ich sitze muffelig am Tisch und Wigand lacht, als Mr. Stanford die Cafeteria betritt. Der kerl sieht selten dämlich aus. Dazu kommen seine vielen Pickel, die aussehen wie Hügel und seine blutigen Augen vom vielen Reiben. Er ist kein wirklicher Lehrer, mehr ein Assistent, weil er stottert. „Na Stotterstandy!“, ruft ihm Wigand zu, der sich mal wieder für witzig hält. Stanford hat sich mit dem Namen abgefunden uns setzt sich zu uns und fängt an zu erzählen, dass er ein mega-abgefahrenes Video bekommen hat. Wenn man das guckt, klingelt das Telefon und da mein ein Spinner, man würde in 7 Tagen sterben. Wigand und ich finden das klasse und philosophieren dann eine Zeit lang, wie die das machen. Danach erzählt Stanford, dass er letztens krank war und so ein seltsames Medikament bekommen hat, von dem er abgedrehte Halluzinationen bekam, die schlimmste soll ein Baby gewesen sein, dass an der Decke lang krabbelte. „Sachen gibt’s!“, denke ich mir da nur. Dazu kommt, dass er wegen der Tabletten keinerlei Hunger mehr hatte und mehrere Kilo abgenommen hat.
Da fällt mir ein, dass Wigand uns noch Chemieklausuren zurückgeben wollte und ich frage ihn danach. Er nur: „Hättest Du aufgepasst, wüsstest Du, dass ihr die 28 Tage später zurückbekommt, da ich zu Hause eine Menge zu tun, da meine Frau nicht da ist.“ „W-w-wie? Ist K-k-kevin allein zu Haus?“, fragt Stanford. “Ja”, meint Wigand, „aber ich habe ihm eins von diesen neuen orangenen Uhrwerken zum basteln gekauft. Das stellt ihn ruhig.“
Während die beiden Herren weiterplaudern, begebe ich mich auf die Toilette, da ich immer noch muss. Auf dem Herrenklo angekommen, verlässt gerade ein schick bekleideter, aber doch schmutziger und angestrengt aussehender Mann den Raum und ich finde das halbe Klo ramponiert vor, mitsamt einer Leiche. Ich denke mir nur, dass das alles nicht wahr sein kann heute, als plötzlich der Spacken aus dem Jahrgang über mir mit einem Mantel und einer Pistole in der Hand und stellt mir blöde Fragen zu meiner Kindheit. Nachdem er fertig ist, nimmt er die Waffe runter und meint, ich sei keiner von ihnen. Ich gucke ihn skeptisch an. „Na, kein Replikant!“, erklärt er. Ah ja, ok, ich wende mich zum Pissoir, verrichte mein Geschäft, wasche mir Hände, als auf einmal ein seltsamer rosa Schleim aus dem Wasserhahn läuft.
Ich verlasse das Klo pünktlich zum Pausenklingeln, als mich so eine Braut anquatscht, ob ich wüsste, wo Bill ist. Ich überlege und frage, welchen Bill sie wohl meine. Sie will wohl ihren Ohren nicht trauen und mein völlig selbsverständlich: „Es kann nur einen geben!“

 

Fortsetzung folgt...




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